
Wenn ich diesen Gedanken weiterspinne, stellt sich für mich eine weitere Frage:
Wenn das körperliche Wohlbefinden von dem Milieu abhängt, in dem wir leben, gilt das vielleicht auch für unsere Gedanken und unsere innere Haltung?
Für mich sind Lebensmittel mehr als Kalorien oder Nährstoffe. Mich interessieren Lebensmittel, die möglichst lebendig und wenig verarbeitet sind. Nahrung, die Teil natürlicher Kreisläufe geblieben ist.
Genauso frage ich mich, womit ich meinen Geist nähre.
Welche Gedanken kultiviere ich? Welche Energie beherrscht mich gerade? In welcher Rolle spiele ich genau jetzt? Welche Geschichten erzähle ich mir über mich selbst? Welche Menschen, Erfahrungen und Impulse lasse ich in mein Leben?
Je mehr alte Vorstellungen und begrenzende Muster an Bedeutung verlieren, desto leichter und offener fühlt sich das Leben an.
Das Bild eines Ballonfahrers begleitet mich dabei immer wieder. Mit jedem Ballast, den ich loslasse, entsteht mehr Raum, mehr Weite und ein Gefühl von Freiheit.
Nach und nach wurde mir bewusst, dass Leben nicht nur in Pflanzen, Tieren oder Menschen stattfindet. Je genauer ich hinschaue, desto mehr entdecke ich es überall.
Wer schon einmal im Garten gegraben hat, kennt diesen Moment. Plötzlich tauchen Regenwürmer auf, Asseln verschwinden unter Steinen und überall wird sichtbar, dass der Boden alles andere als leblos ist.
Unter unseren Füssen existiert eine faszinierende Welt aus unzähligen Organismen, die gemeinsam dafür sorgen, dass Pflanzen wachsen und Nährstoffe verfügbar werden.
Auch die Luft um uns herum ist voller Leben. Mit jedem Atemzug
Pflanzen haben mich schon immer fasziniert.
Anfangs interessierte ich mich vor allem für ihre Heilwirkungen und ihre Inhaltsstoffe. Mit der Zeit entstand jedoch das Gefühl, dass noch etwas anderes da ist, das sich nicht allein über Wirkstoffe beschreiben lässt.
Vielleicht kennst du das selbst: das Gefühl von Ruhe beim Aufenthalt im Wald, die Freude an einer Blumenwiese oder die besondere Verbindung zu einer bestimmten Pflanze.
Solche Erfahrungen haben mich neugierig gemacht. Ich begann, Pflanzen nicht nur als biologische Wesen zu betrachten, sondern auch auf die Art und Weise zu achten, wie wir ihnen begegnen und wie sie auf uns wirken.
Über die Jahre habe ich verschiedene Ausbildungen im Bereich Pflanzenheilkunde besucht und viele Pflanzen kennengelernt. Gleichzeitig blieb die Frage offen, ob Pflanzen mehr vermitteln als ihre stofflichen Eigenschaften allein.
Diese Suche begleitet mich bis heute und prägt die Art, wie ich Pflanzen begegne und von ihnen lerne.
Diese Seite ist meine ganz persönliche Art, ins «Tun» zu kommen. Es geht für mich darum, mich im Aussen zu zeigen, die Verantwortung für mein Denken und Handeln selbst zu übernehmen und so auch über mein Sein hinauszuwachsen. Gerne teile ich mein Wissen mit anderen Menschen. Diese Vernetzung dient dazu, dass wir wieder unsere Einheit spüren und leben können: Kein Abgrenzen und Ausschließen mehr sondern Verbundenheit.
© copyright 2018
Andreas Stofer
Mühlehofstrasse 5
6210 Sursee
andreas.stofer[at]gmx.ch
Webdesign: Marcel Gross
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